



Die Errichtung der Befestigungsanlagen im mittelalterlichen Stadtbereich von Wiesloch erfolgte in der Zeit um 1200 und wurde danach weiter ausgebaut.
In seiner Beschreibung der »Kurfürstlichen Pfalz« vermerkt G. Widder, dass Kurfürst Ruprecht I. die Stadt Wiesloch erst 1360 mit Mauern umgeben haben soll. Hierbei hat es sich wohl um die abschließende und umfassende Befestigung der Stadt gehandelt.
Es war eine mächtige Ringmauer, die durchschnittlich 15 Meter hoch und mit Türmen bestückt war. Diese mächtigen Mauern sind trotz Bränden, Verwüstungen und Zerstörungen der Stadt verhältnismäßig gut erhalten geblieben.
Um die Zeit kurz nach 1300 dürfte auch der im Süd-Osten der mittelalterlichen Kernstadt eingepasste Festungsturm seine endgültige Gestalt erhalten haben. Dieser Festungsturm an der Höllgasse legt Zeugnis ab von der mittelalterlichen Stadt, die ihren Bürgern Unterkommen und Schutz bot.
Familie Langen hat 1980 diese alten Turmgebäude gelungen in ein Haus des Gastes verwandelt.